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Mobilität und Flexibilität im Yoga - Unterschied erklärt

Yoga ist sehr wertvoll, wenn es um die Verbesserung der Mobilität und Flexibilität geht. Aber was ist der Unterschied von Mobilität und Flexibilität, welche Dehnarten gibt es und mit welchen Vor - und Nachteilen?



Natur
mmh..dehnen..

Unterschied zwischen Mobilität und Flexibilität

Mobilität bezieht sich auf die Fähigkeit, Gelenke in ihrem vollen Bewegungsumfang zu nutzen. Es geht darum, die Muskeln zu stärken und die richtige Haltung einzunehmen, um eine optimale Beweglichkeit zu erreichen.


Flexibilität hingegen betrifft die Dehnbarkeit der Muskeln und Bindegewebe. Es geht darum, die Muskeln zu dehnen, um so den Bewegungsumfang (aka Mobilität) zu vergrössern.


Yoga für verbesserte Mobilität und Flexibilität

Aktive Stretching-Übungen: In Yoga-Stunden werden oft aktive Stretching-Übungen praktiziert, die sowohl Mobilität als auch Flexibilität fördern.


Formen von aktivem Dehnen

Passiv statisch dehnen

Ein entspannter Muskel wird in die Dehnung gebracht und gehalten. Dies fördert die Flexibilität und Muskellänge. Wenn du zum Beispiel in eine Vorbeuge kommst - dich also mit dem Oberkörper über die gestreckten Beine beugst - dehnst du passiv deine Beinrückseiten. Auch die Dehnhaltungen im Yin Yoga geschehen auf diese Weise; passiv und meist von der Schwerkraft getragen.

Dynamische Dehnung

Eine aktive, federnde Bewegungen während des Dehnens. Steigert die Beweglichkeit und Elastizität der Muskeln. Beispiel Vorbeuge: du wippst mit dem Oberkörper etwas nach vorne und federst zurück. Dabei zieht es immer beim nach vorne wippen die Beinrückseiten lang.

Aktive Dehnung mit Anspannung (Kontraktion)

Hier gibt es zwei Arten:

  1. Man spannt den gegenspielenden Muskel an - dies führt zu einer noch tieferen Dehnung und kann dazu beitragen, sich tiefer in eine Haltung zu begeben. Im Falle der Vorbeuge sind das die Oberschenkel: Du spannst die Oberschenkel in der Vorbeuge also fest an. Stell dir dabei vor, wie du die Oberschenkelmuskeln und die Kniescheibe an deine Knochen saugst und nach oben Richtung Becken ziehst - die Dehnung in der Beinrückseite müsste nun intensiver werden. Mit Achtsamkeit ausgeführt, erhöht auch diese Art der Dehnung die Flexibilität und lässt dich tiefer in eine Haltung kommen.

  2. Anspannen des gedehnten Muskels.  In der Vorbeuge heisst das, du musst deine Beinrückseiten kontrahieren. Kontrahiere die Beinrückseiten isometrisch, indem du von den Fersen aus in die Matte drückst und sie nach aussen schiebst. Dies gibt dem Hirn einen Entspannungsimpuls für den aktiven Muskel und du kommst mit weniger “Dehngefühl” in die Haltung. Einen gedehnten Muskel anzuspannen, braucht Übung, einen fokussierten Geist, Willen und Achtsamkeit. Du wirst aber belohnt mit einem sehr gesunden Muskelwachstum. Diese Technik verwende ich oft in meine Yogastunden, da ich meiner Erfahrung nach die besten Ergebnisse beim aktiven Dehnen damit erreiche.


Du bist etwas verwirrt? Kann ich verstehen.. aber sobald du das Prinzip der Dehnung verstanden hast, wirst du mit viel mehr Freude und Achtsamkeit dehnen und wenn du die aktive Variante übst, auch schnelle und nachhaltige Ergebnisse bei der Erhöhung deiner Flexibilität erreichen. Es lohnt sich, mit verschiedenen Dehnarten Yoga zu praktizieren. Denn alle haben ihren eigenen Reiz und Sinn.


Herzlich

Karin


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